Südafrika

Reisezeitraum
|
19950404
-
19950425

In der Zeit vom 4. – 25.4.1995 haben meine Frau und ich an einer Reise nach Südafrika der Firma Studiosus teilgenommen, auf der auch montanhistorische Eindrücke gesammelt werden konnten. Diese standen natürlich nicht im Mittelpunkt dieser eindrucksvollen Reise, indessen kommt man bei einer Rundreise durch dieses Land an der Bergbaugeschichte nicht ganz vorbei. Insofern schloss unser Besuch in Johannesburg am 6.4.1995 eine ausführliche Besichtigung von Gold Reef City ein. Dieses Freilichtmuseum auf dem Gelände der stillgelegten (weil ausge-erzten) Crown Mines (1886 wurde am Witwatersrand von George Harrison auf der Farm Langlaagte der erste Goldfund gemacht) schloss auch eine Untertagebesichtigung der alten Goldmine ein (300 m Teufe), ebenso eine Goldschmelze sowie ein Nachbau der alten Börse von Johannesburg, an der zuerst und vor allem Bergbauaktien gehandelt worden sind. Das alte Goldgräberdorf Pilgrim’s Rest im östlichen Transvaal besichtigten wir einen Tag später am 7.4. Hier begann der Goldboom schon 13 Jahre früher als am Witwatersrand, nämlich 1873. Hier war die Transvaal Exploration and Land Company tätig; die letzte Mine schloss erst 1972. – Die großen Kohlenminen und die Anlagen der Highveld Steel and Vanadium Corp. konnten wir leider im Vorbeifahren gesehen, da sich die anderen Gruppenmitglieder – verständlicherweise – nicht mit der gleichen Intensität für Bergbau und Hüttenwesen interessierten, wie es bei mir nun einmal der Fall ist. Auch die Besichtigung des berühmten Loches von Kimberley (Diamanten-bergbau) musste leider einer späteren Reise vorbehalten bleiben.

Der Vereinigung für Kunst und Kultur im Bergbau (VFKK) mit Sitz im Deutschen Bergbaumuseum Bochum gehöre ich seit dem Jahre 1996 an. Diese Vereinigung führt im Rhythmus von zwei Jahren ebenfalls Reisen an montanhistorisch interessante Stätten durch, an denen ich indessen bislang nur einmal teilgenommen habe. Die Gründe für diese Abstinenz gegenüber Reisen der VFKK sind zweifach: Zum einen finden „Montanreisen“ immer in den Herbstmonaten September und Oktober statt, was dann (wenn man Mitglied mehrerer einschlägiger Vereinigungen ist) zwangsläufig zu Terminüberschneidungen führt. Zum anderen ist die Teilnehmerzahl der VFKK – Exkursionen mit rd. 150 immer recht hoch. Ich bevorzuge etwas intimere Veranstaltungen.

In der Zeit vom 22.-25.9.1994 hatte mich die VFKK auf Anfrage als Gast zu einer Exkursion in den Raum Wolfsburg – Helmstedt – Celle eingeladen. Meine Frau und ich haben diese Exkursion nur teilweise mitgemacht, indem wir uns am 23.9. im Hotel Quellenhof in Bad Helmstedt zu einem Vortrag von Herrn Dipl. – Klaus Friedrich (Vorstand der Braunschweigischen Kohlenbergwerke AG) einfanden. und anschließend auch die Befahrung des Helmstedter Braunkohlentagebaues und der Kraftwirtschaft mitmachten. Über die BKB und die gesamte Exkursion liegt ein ausführlicher schriftlicher Bericht von Herrn Prof. Dr. Rainer Slotta vor. Am Nachmittag wurde Königslutter (mit dem Kaiserdom) besichtigt, ehe es am Abend in das Reitlingtal (Elm) in ein gutes Gasthaus ging. Wir übernachteten im Wolfsburger Holiday Inn, um dann am weiteren Programm ( Stadtbesichtigung in Celle, Fahrt von Hankensbüttel/Wittingen nach Celle mit dem „Preussenzug“, zur Besichtigung der Aufbereitungsanlagen des Kaliwerkes Niedersachsen – Riedel in Wathlingen bei Celle) teilzunehmen. Dort verabschiedeten wir uns von der Gruppe, um anschließend noch das Erdölmuseum in Wietze (sehr empfehlenswert) in eigener Regie zu besuchen!